Leserbrief: Ich bin ein Emo
Jede Epoche hat bis jetzt neues in die Modewelt gebracht, manche fanden es gut und andere nicht. Daran kann man sich gewöhnen und auch daran, wie die Leute mich und vor allem meine Emo Frisur ansehen wenn ich auf der Straße unterwegs bin.
Ich will nicht sein wie andere, will meine Gefühle nach Außen zeigen und mit meinem Styl andere auf mich aufmerksam machen. Ich gebe es zu, ich bin ein Emo und bin stolz darauf. Ich höre Musik, die sich mit Trauer, Verzweiflung, Freundschaft und Liebe beschäftigt.
Für mich sind meine Klamotten etwas ganz normales. Jeans, Shirts in Weiß oder Schwarz gehören zu meiner Hauptgarderobe. Aber auch Pink und Rot sind die Farben, die ich sehr mag. Übereinander gezogen sieht das einfach geil aus. Meine langen Haare mit dem langen Pony werden in Tief-schwarz gefärbt. Dann werden breite Strähnen abgeteilt und je nach Lust und Laune mit Blau oder Rosa Farbe behandelt. Alle Emos wissen, was dieses Gewuschel auf dem Kopf für eine Arbeit macht. Die Haare werden erst glatt gekämmt, um dann richtig toll am Hinterkopf zu toupieren. So werden sie mit viel Gel und Spray zum Halten gebracht.
Wer meinen Look nachmachen will, dem sei gesagt es kostet schon einige Zeit und auch viel Liebes Müh. Meine Mähne bekommt man nur mit glatten Haaren so gestylt und da ich eigentlich lockige Haare habe, muss ich diese vor dem Frisieren mit einem Glätteisen behandeln und das Strähne für Strähne. Hier ist es sehr ratsam sich einen Qualitativ Hochwertigen Haarglätter zuzulegen damit die Haare nicht nach dem dritten Mal an Länge (weil sie abbrechen) und Glanz (da sie extrem trocken sind) verlieren.
Das ist ganz schön Zeitaufwendig, aber ich will ja mit meiner Emo Frisur auffallen und deshalb nehme ich mir die Zeit.
An meinen Füßen trage ich Chucks in Schwarz. Manchmal ist etwas Lila oder Rosa an den Schuhen. Die Schnürsenkel sind Farbig. Der Schmuck, wie Gürtel, Kette, Ring und Haarschmuck hat bei mir nur Motive von Totenköpfen. Das Make-up nimmt viel Zeit in Anspruch, denn meine Augen werden mit einem schwarzen Kajal Stift stark betont. Das obere und das untere Lid werden dabei stark mit schwarzem Eyeliner gestrichen. Auch die Augenbrauen werden hier betont.
Ich finde es komisch, bei „The Rasmus“ und „Tokio Hotel“ stehen alle Schlange und wollen die sehen und wenn ich auf der Straße laufe, dann schütteln einige den Kopf. Aber das ist mir egal, den ich will einfach anders aussehen!