« August 2009 | Start | November 2009 »

4 posts from September 2009

23. September 09

Leserbrief: Ich bin ein Emo

Jede Epoche hat bis jetzt neues in die Modewelt gebracht, manche fanden es gut und andere nicht. Daran kann man sich gewöhnen und auch daran, wie die Leute mich und vor allem meine Emo Frisur ansehen wenn ich auf der Straße unterwegs bin.

Ich will nicht sein wie andere, will meine Gefühle nach Außen zeigen und mit meinem Styl andere auf mich aufmerksam machen. Ich gebe es zu, ich bin ein Emo und bin stolz darauf. Ich höre Musik, die sich mit Trauer, Verzweiflung, Freundschaft und Liebe beschäftigt.

Für mich sind meine Klamotten etwas ganz normales. Jeans, Shirts in Weiß oder Schwarz gehören zu meiner Hauptgarderobe. Aber auch Pink und Rot sind die Farben, die ich sehr mag. Übereinander gezogen sieht das einfach geil aus. Meine langen Haare mit dem langen Pony werden in Tief-schwarz gefärbt. Dann werden breite Strähnen abgeteilt und je nach Lust und Laune mit Blau oder Rosa Farbe behandelt. Alle Emos wissen, was dieses Gewuschel auf dem Kopf für eine Arbeit macht. Die Haare werden erst glatt gekämmt, um dann richtig toll am Hinterkopf zu toupieren. So werden sie mit viel Gel und Spray zum Halten gebracht.

Wer meinen Look nachmachen will, dem sei gesagt es kostet schon einige Zeit und auch viel Liebes Müh. Meine Mähne bekommt man nur mit glatten Haaren so gestylt und da ich eigentlich lockige Haare habe, muss ich diese vor dem Frisieren mit einem Glätteisen behandeln und das Strähne für Strähne. Hier ist es sehr ratsam sich einen Qualitativ Hochwertigen Haarglätter zuzulegen damit die Haare nicht nach dem dritten Mal an Länge (weil sie abbrechen) und Glanz (da sie extrem trocken sind) verlieren.

Das ist ganz schön Zeitaufwendig, aber ich will ja mit meiner Emo Frisur auffallen und deshalb nehme ich mir die Zeit.

An meinen Füßen trage ich Chucks in Schwarz. Manchmal ist etwas Lila oder Rosa an den Schuhen. Die Schnürsenkel sind Farbig. Der Schmuck, wie Gürtel, Kette, Ring und Haarschmuck hat bei mir nur Motive von Totenköpfen. Das Make-up nimmt viel Zeit in Anspruch, denn meine Augen werden mit einem schwarzen Kajal Stift stark betont. Das obere und das untere Lid werden dabei stark mit schwarzem Eyeliner gestrichen. Auch die Augenbrauen werden hier betont.

Ich finde es komisch, bei „The Rasmus“ und „Tokio Hotel“ stehen alle Schlange und wollen die sehen und wenn ich auf der Straße laufe, dann schütteln einige den Kopf. Aber das ist mir egal, den ich will einfach anders aussehen!

Emo Haters sind lächerlich - was meint ihr?

Wir haben einen Text erhalten den wir getrost unter Emo Hater einordnen können. Zu Beginn ist der Inhalt ja noch in Ordnung, aber ab der Hälfte handelt dieser nur noch von peinlichen Klischees und Vorurteilen für Emos. Uns würde eure Meinung zu diesem Emo Hater Text interessieren, aber zu Beginn erstmal der Beitrag:

Seit der großen Hysterie um die Musikgruppe „Tokio Hotel“ nahmen die sogenannten "Emo-Friseuren", meines Erachtens, erst richtig an Beliebtheit zu. Bill Kaulitz, der Frontsänger, machte es vor: schwarz gefärbte Haare, hinten kurz geschnitten, vorne überlanger Pony in das Gesicht hängend, dazu noch etwas Kajal um die Augen und schon ist es vollbracht! Seitdem war dieser Look nicht mehr von der Straße wegzudenken. Fans von Tokio Hotel, egal ob männlich oder weiblich, kopierten diese Frisur und machten sie eine Zeitlang sogar zum Trend. Doch auch schon vor Tokio Hotel waren Emos bekannt für ihre Vorliebe den Pony glatt im Gesicht zu tragen. Leicht angestufter, schräger Pony in einer Gesichtshälfte, etwas Schminke und dann ein Lippenpiercing und fertig ist der Emo-Look.

Nun ja, für mich persönlich wäre dieser Style nichts. Er ist mir im Endeffekt zu "Mainstream", obwohl es gerade die Emos sind, die mit ihrem Style den Individualismus verkörpern wollen.

Doch wenn man auf eine Gruppe von denen trifft, sieht man wie einheitlich sie doch sind: meistens dunkle Klamotten, dunkle oder bunte Haare, derselbe Haarschnitt und nicht zu vergessen dieselben Piercings und vor allem eins schweißt sie zusammen, dieselbe Musikrichtung. Man könnt beinah meinen es dient als Erkennungslook seines Gleichen zu finden. Hinzu kommt, dass dieses Aussehen in solchem Ausmaße Kultstatus erreicht hat, dass es nur so von Photoshop-bearbeiteten Emo-Bildern auf MySpace wimmelt. Wer gerne Teil einer ich nenne es einmal "Bewegung" ist, dem wird dieser Look sicherlich zusprechen. Jedoch empfinde ich es bereits als etwas "Out". Schließlich ist der Hype um Tokio Hotel wortwörtlich verstummt und die Musikrichtung Emocore ist auch selten in den Charts, dementsprechend ist dieser Style seit ca. einem Jahr seltener gesehen und verliert daher bestimmt auch zunehmend an Bedeutung. Ich für meinen Teil kann so ein Auftreten nicht gut heißen, denn weder ein zukünftiger Arbeitgeber wird so einen "düsteren" Look bei einem Vorstellungsgespräch gutheißen, noch würde ich mich mit Freunden mit so einem Style in ein Cafe setzen. Ich toleriere ja die Jugendlichen, die sich hinten Gel in das Haar schmieren, so dass es aussieht als ob sie in die Steckdose gelangt haben, jedoch vorne möglichst glätten, um einen bemerkenswerten Kontrast auf dem Kopf zu schaffen, aber bei meinem engeren Umfeld will ich eigentlich mit niemanden so durch die Straßen bummeln. Da ziehe ich die etwas unauffälligeren, neutral aussehenden Kameraden vor.

Alles in Einem finde ich dieses Aussehen mittlerweile wirklich überholt. Der Look hat sowohl an Popularität verloren als auch an "Coolness". Ich muss gestehen, ich fand all die bunten Haarklammern und Schleifchen in den meistens komisch colorierten Haaren der kleinen Emo-Mädchen weder trendy noch niedlich. Es entsprach eher einem Wirrwarr von knalligen Farben, die auf häufig schwarzem Haar prallen. Dazu noch die dunklen Klamotten und schon haben wir eine kleine fast Gothic-Verwandte. Da ziehe ich doch lieber das rosa-farbene oder tussige an Mädchen vor. Und auch bei Kerlen gehört das Haar aus dem Gesicht und lieber kurz getragen. Schließlich will man ja auch Etwas von dem Gesicht seines Gegenübers sehen. Vor allem von den Augen, denn sie sollen ja das Tor zur Seele sein.

... und seid ihr auch so platt vom Lesen wie wir? Lebt dieser Texter am Mond, oder hat er womöglich recht? Also ran an die Tasten und schreibt uns was ihr über diesen Emo Haters Text denkt!

22. September 09

Alles über Emo Klamotten, Fashion und Ritzen

Jedes Jahrzehnt hat so seine Subkultur und das ist auch gut so. In den 70`er waren es die Hippies in den 80`er waren es die Popper, Waver und die Punks und Ende der 80`er die Gothic Szene und in den 90èr die Raver.

Frisuren der Emo-Girls und Boys:

Die Frisuren haben viel von Popper und Gothic und Punk in sich vereint. Die Emo-Girls und Boys tragen ihre Haare meist in Schwarz mit einem langen Pony der über einem Auge fällt, wobei noch Strähnen in dicken Blöcken meist in pink, rot oder lila eingearbeitet sind. Das haben in den 80er Jahren schon die Popper getragen (nur ohne dicke Strähnen).Dazu gibt es noch Haarschmuck entweder mit den berühmten Totenköpfen aus Nightmare before Chrismas oder Würfel oder Herzen.

Mir persönlich würde die Frisur nicht so gefallen weil mich dieses ständig verhangene Auge stören würde und in den 80ern hab ich das schon nicht gemocht. Emily the Strange finde ich aber extrem geil! ;)

Wie sehen angesagte Emo Klamotten und deren Fashion aus:

Die Farben der Emo Klamotten sind überwiegend schwarz und dazu dürfen noch weiß, pink oder rot sein.

Die Emo Klamotten an sich dürfen entweder kariert, gepunktet, getupft oder gestreift sein oder noch Sternen Muster haben und die meisten tragen die berühmten Totenköpfe ,die wie schon erwähnt, bekannt sind aus „Nightmare before Chrismas“ von Tim Burton. Sehr viele tragen als Emo Fashion Mode Chucks oder Vans (allerdings nur schwarz oder rot oder kariert) und ein Kleidungsstück oben oder unten muss mindestens schwarz sein.

Aufklärung für alle Emo Haters da draussen: Emo Ritzen und dumme Emo Sprüche

Um einmal mit einem Gerücht aufzuräumen was schon der Gothic-Szene seit Jahren auf die Nerven geht (alles Teufelsanbeter und Friedhofs Gänger und Depressiv etc.), so ist jemand der sich als Emo bezeichnet nicht automatisch Depressiv oder ritzt sich ständig. Sie haben einfach Ihren Emo Style gefunden den sie ausleben möchten und der Ihnen gefällt. Da kann man auf dumme Emo Sprüche getrost verzichten.

Klar gibt es auch Emos die sich Ritzen aber das sind eben nicht alle und ich denke Menschen mit Problemen gibt es in jeder Schicht und jeder Art von Subkultur und man sollte nicht immer alles schlecht reden oder alle über einen Kamm scheren, nur weil manche Menschen anders sind oder anders leben wollen und sich ausgefallen Kleiden.

Mittlerweile sind viele, genauso wie z.B. viele aus der Gothic-Szene, eher an der Musik und Lebenseinstellung interessiert und leben Ihren eigenen Style. Der Unterschied zwischen den beiden Gruppen ist erstens das der Musikstile unterschiedlich ist und zweitens sind die Emo-Anhänger eher in der jüngeren Gesellschaftsschicht zu finden. (von den 14 bis 18 Jährigen)

Emo Style – Eine interessante Jugendbewegung

Und wieder gibt es einen neuen Trend der die Jugend beherrscht: Der Emo-Style. Dazu zählen schwarz geschminkte Augen, viele Piercings auch im Gesicht, einige Tattoos und eine möglichst auffällige Emo Hairstyles 2010 die so manchen Blick auf sich zieht. Ich persönlich finde es toll, dass sich die Jungs und Mädels immer wieder neue Styles einfallen lassen. So gab es vor etwa zehn Jahren noch die "Hopper" und "Skater" die jedoch gegen den neuen Trend noch völlig "normal" schienen. Aus den Jeans wurden schwarze oder knallig bunte Hosen und aus den Kappen coole, voluminöse Frisuren.

Foto: Emo Style – Eine interessante Jugendbewegung

 Insgesamt bin ich noch etwas unentschlossen mit dem Thema Emo Style. Zwar gefallen mir Kleidung und Haarstyle recht gut, allerdings denke ich, dass sich der Trend auch negativ auf andere Menschen auswirken könnte.

Emos wollen mit ihrem Look nicht nur gut aussehen, sondern sie wollen besonders gerne damit auffallen. Durch wilde, schwarz-bunte Frisuren und Klamotten wirken sie auf einige Leute sehr erschreckend. Dies könnte dann zum Problem werden, wenn es Emos ausnützen und vor Anderen den Respekt verlieren. Allerdings ist das ein Faktor, der auch bei "normalen" Jugendlichen oder auch Erwachsenen immer wieder vorkommen kann.

Emo Style für Boys und Girls

Wie bereits erwähnt, finde auch ich als Frau am Emo Style für Girls großen gefallen. Da ich aber "auch schon" 20 Jahre alt bin, habe ich nicht mehr das dringende Bedürfnis derartig aufzufallen. Wäre ich etwa fünf oder sechs Jahre jünger, würde ich mir wohl auch ein paar modische Akzente davon abschauen, beispielsweise die Kombination zwischen schwarz und pink, die sich sowohl in Kleidung als auch in der Frisur zeigen, dem Schuhwerk (meist Converse) und einer süßen kleinen "Hello Kitty" Handtasche. Auch die so genannten "Smokey Eyes", die schwarz umrandeten Augen, finde ich hübsch, allerdings würde ich mich für den Alltag nicht so stark schminken.

Natürlich müssen Emos wie alle Trendgruppen als zusammengehörig erkennbar sein, das heißt auch die Jungs scheuen nicht davor zurück, sich zu schminken und sich bunte Extensions in die Haare schweißen zu lassen. Ich finde die Frisuren so mancher männlichen Emos gar nicht so schlecht, da ich persönlich ein Fan von längeren Haaren bin, jedoch gibt es immer ein Maß das nicht überschritten werden sollte. Ein schönes Beispiel dazu wäre Bill Kaulitz, der Sänger der deutschen Band "Tokio Hotel". Durch seine sehr langen Haare und seine stark geschminkten Augen wirkt er meiner Meinung nach schon viel zu weiblich.

Doch im Grunde ist jeder Trend mit seinem dazugehörigen Style reine Geschmackssache. Wichtig ist nur, dass man sich in seiner eigenen Haut wohl fühlt, dabei sollte man sich ausschließlich nach seinem eigenen Geschmack richten und nicht darauf was andere sagen. Ich finde den Emo Style auf jeden Fall extrem kultig mittlerweile.